Vision Gemeinden 2010/14

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Vision Gemeinden 2010/14 war der offizielle Projektname zur Umsetzung der Gedanken aus dem Leitbild Dienen und Führen sowie zu einer Reorganisierung der Gemeinden und theologischen Ansätze in der Neuapostolischen Kirche in Mitteldeutschland unter dem Gebietskirchenpräsidenten Wilfried Klingler.

Ansatz

Auf der Internetseite der NAK in Mitteldeutschland fand man hier (Seite im Internetarchiv) ein Interview mit Wilfried Klingler, in dem er seine Intention zur Vision erläutert. Daraus geht hervor, dass es ihm um die konsequente Umsetzung des Leitbilds "Dienen und Führen" und um das Zentrum des Evangeliums geht.

Daraus ergibt sich ein Programm, welches in Niedersachsen (Vision Gemeinde 2010) bis zum Jahr 2010 und in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen (Vision Gemeinde 2014) bis zum 2014 realisiert werden sollte.

Programm

Was erlebe ich im Jahr 2014, wenn ich in eine Gemeinde komme?

  • Die Gemeinde als Mittelpunkt, Anker und Motor ihrer Gemeindemitglieder
  • Christusnahe und erfahrungsreiche Gottesdienste
  • Wahre Christen mit einem lebendigen Glauben
  • Eine offene und missionierende Gemeinde
  • Eine individuelle und an den Bedürfnissen der Gemeindemitglieder orientierte Seelsorge
  • Eine Gemeinschaft, in der die von Gott gegebenen Gaben erkannt und anerkannt werden
  • Aufrichtiger und gütiger Umgang mit Schwächen und Konflikten
  • Christen, die sich der Gnade Gottes bewusst sind
  • Kompetente, christliche Führung aus innerer Autorität
  • Amtsträger, die um die eigene Weiterentwicklung ringen

Umsetzung

Zum Erntedankgottesdienst im Jahr 2005 stellte Bezirksapostel Wilfried Klingler in Hannover-Mitte erstmals sein Programm vor. Stück für Stück entstand die "Vision Gemeinde 2010" für Niedersachsen. Der Bezirksapostel gründete Koordinierungsgruppen, welche einen Fahrplan erarbeiteten. Es folgten Vorstehertage, Schulungen und Seminare.

Die "Vision Gemeinde 2014" für Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entstand 2008 und begann mit Seminaren für Bezirksämter im Herbst 2008. Im Frühjahr 2009 suchte man über das Internet Jugendliche, welche sich als eigene Gruppe für Ideen und Umsetzung in der Vision stark machen wollten. Neben Veröffentlichungen im Internet, Interviews und Berichten in der Zeitschrift Unsere Familie gab es Informationen über die Vision als Flyer.

Kritik

Im Allgemeinen gab es zwei wesentliche Kritikrichtungen an der oben skizzierten Vision. Zum einen gab es Mitglieder, die prinzipiell gegen die Erneuerung der Gemeinden, der Führungsstruktur, der Öffnung nach außen oder der Verbesserung der Gesprächskultur waren. Zum anderen gab es Mitglieder, die die Vision tatkräftig unterstützten, aber dennoch entweder abgewiesen wurden oder von der Kirchen-, Bezirks- oder Gemeindeleitung nicht unterstützt oder gefördert wurden. Dazu gehörten auch Vorfälle wie in Pößneck oder in Aue.