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	<title>APWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=30441</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Apostolischer Gemeindebund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit [[Hans Urwyler]]) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hatte er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H. G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines [[Gottesdienst]]es in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen [[Gemeinde]]n. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das [[Stammapostel]]amt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, [[Hirte]] mit dem Apostel, [[Evangelist]] mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der [[katholisch-apostolische Gemeinden|Katholisch-Apostolischen]] Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem [[Apostelamt Jesu Christi]], jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden [[Engel (Amt)|Engel]]bezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte [[Willi Wittek]] aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel [[Walter Kirschbaum]]. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen [[Bezirk]]e, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von [[Geschwister|Brüdern]], die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel W. Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch [[Geschwister]] in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 [[Ordination|ordinierte]] dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den [[Ältester|Ältesten]] Ujara nach [[Rufung]] durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel [[Jose Kuthottungal]] (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten J. B. Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, [[Roland Seyffer]], zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich [[Suspension|suspendiert]]) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H. G. Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (ApGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel J. B. Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schweren Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek (+ 2015) und den apostolischen Evangelisten K. Wagner (+ 2016) repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten [[Arthur Ebert]] zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht eine enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel [[Alfred Schnabel]] tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet [[Hans-Eduard Winter]] im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, [[Thierry Clement]], zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an katholisch-apostolischen Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies rief in den Gemeinden Widerspruch hervor und führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), Hans Urwyler der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H. G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „[[Testimonium|Testimoniums]]“ in seiner Grundgestalt [[1836]] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [[1932]] brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in Zürich stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL war Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL war eine kleine Gruppierung, spielte nie eine tragende Rolle und muss heute als erloschen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (ApGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzen zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im ApGB sind die Apostel J. B. Bijl (Niederlande, + 2018) und [[Berthold Jost]] (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004, + 2018) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, daneben werden u. a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Ortenberg und Sprendlingen sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen ApGB und A.G. bestehen Kontakte. Seit 9.1.2022 ist der Sohn des Apostels Berthold Jost, Matthias Jost (*1969), nach Ordination durch Apostel Seyffer als Apostel im Apostolischen Gemeindebund tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. / Christlich Apostolische Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen (VR 2522) wurde von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat ebenfalls nichts mit der namensgleichen Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden. In der Folge wurde Alfred Schnabel als Vereinsvorsitzender abgelöst und der Sitz des Vereins Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. nach Wiesbaden verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 beschloss die Mitgliederversammlung des Vereins unter dem Vorstandsvorsitzenden Arthur Ebert die Änderung des Namens der Gruppe in &amp;quot;Christlich Apostolische Gemeinde e.V.&amp;quot; [sic]. Unter diesem Namen ist sie nun beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Vereinsregisternummer 6572 registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuen Apostolischen Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe unter der Leitung von Alfred Schnabel, die aus der Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. hervorging, ließ sich am 11.10.2010 unter &amp;quot;[[Neuen Apostolischen Gemeinde]] e.V.&amp;quot; beim Amtsgericht Gießen VR 4402 eintragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=30430</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<updated>2022-08-31T17:15:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei [[Gemeinde]]n in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtzahl der Gottesdienstteilnehmer wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben, diese sind jedoch nur zu einem geringen Teil Mitglieder des APGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirkten die [[Apostel]] [[Berthold Jost]] (Hessen) und J. B. Bijl (Niederlande). Beide verstarben 2018. Seit Januar 2022 hat der Sohn des ersteren, Matthias Jost, nach Ordination durch den Apostel Roland Seyffer von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden, die Amtstätigkeit als Apostel aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden wurde seitdem intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer [[Amt|Ämter]]) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der [[Rufung]] des [[Stammapostel]]s [[Hans Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff]], [[Walter Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen]] wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der [[Katholisch-apostolisch|katholisch-apostolischen]] Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. [[Gottfried Rockenfelder|Rockenfelder sen.]], [[Eugen Startz]], Ludwig, [[Emil Buchner]] u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]], der Verkündigung der Parusie wird jedoch ein wichtiger Platz in der Wortverkündigung eingeräumt. Eine irdisch-weltliche Orientierung wird vermieden. Grundlage für die [[Gottesdienst]]e ist die [[Bibel]] in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[Chorliederbuch|neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund organisiert sein gemeindliches Leben eigenständig, ist aber für Kontakte mit allen apostolischen [[Kirchenabteilung]]en offen. Es gibt Kontakte mit der NAK ebenso wie eine gelegentliche Zusammenarbeit mit Apostel [[Roland Seyffer]] von der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]]. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]] mit dem Apostolischen Gemeindebund verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=27964</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit [[Hans Urwyler]]) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hatte er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H. G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines [[Gottesdienst]]es in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen [[Gemeinde]]n. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das [[Stammapostel]]amt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, [[Hirte]] mit dem Apostel, [[Evangelist]] mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der [[katholisch-apostolische Gemeinden|Katholisch-Apostolischen]] Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem [[Apostelamt Jesu Christi]], jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden [[Engel (Amt)|Engel]]bezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte [[Willi Wittek]] aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel [[Walter Kirschbaum]]. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen [[Bezirk]]e, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von [[Geschwister|Brüdern]], die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel W. Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch [[Geschwister]] in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 [[Ordination|ordinierte]] dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den [[Ältester|Ältesten]] Ujara nach [[Rufung]] durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel [[Jose Kuthottungal]] (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten J. B. Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, [[Roland Seyffer]], zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich [[Suspension|suspendiert]]) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H. G. Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (ApGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel J. B. Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schweren Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek (+ 2015) und den apostolischen Evangelisten K. Wagner (+ 2016) repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten [[Arthur Ebert]] zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht eine enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel [[Alfred Schnabel]] tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet [[Hans-Eduard Winter]] im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, [[Thierry Clement]], zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an katholisch-apostolischen Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies rief in den Gemeinden Widerspruch hervor und führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), Hans Urwyler der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H. G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [[1836]] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [[1932]] brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in Zürich stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL war Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL war eine kleine Gruppierung, spielte nie eine tragende Rolle und muss heute als erloschen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (ApGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzen zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im ApGB sind die Apostel J. B. Bijl (Niederlande, + 2018) und [[Berthold Jost]] (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004, + 2018) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, daneben werden u. a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Ortenberg und Sprendlingen sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen ApGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. / Christlich Apostolische Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen (VR 2522) wurde von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat ebenfalls nichts mit der namensgleichen Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden. In der Folge wurde Alfred Schnabel als Vereinsvorsitzender abgelöst und der Sitz des Vereins Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. nach Wiesbaden verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 beschloss die Mitgliederversammlung des Vereins unter dem Vorstandsvorsitzenden Arthur Ebert die Änderung des Namens der Gruppe in &amp;quot;Christlich Apostolische Gemeinde e.V.&amp;quot; [sic]. Unter diesem Namen ist sie nun beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Vereinsregisternummer 6572 registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuen Apostolischen Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe unter der Leitung von Alfred Schnabel, die aus der Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. hervorging, ließ sich am 11.10.2010 unter &amp;quot;[[Neuen Apostolischen Gemeinde]] e.V.&amp;quot; beim Amtsgericht Gießen VR 4402 eintragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=27963</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=27963"/>
		<updated>2020-01-30T19:22:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit [[Hans Urwyler]]) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hatte er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H. G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines [[Gottesdienst]]es in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen [[Gemeinde]]n. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das [[Stammapostel]]amt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, [[Hirte]] mit dem Apostel, [[Evangelist]] mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der [[katholisch-apostolische Gemeinden|Katholisch-Apostolischen]] Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem [[Apostelamt Jesu Christi]], jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden [[Engel (Amt)|Engel]]bezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte [[Willi Wittek]] aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel [[Walter Kirschbaum]]. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen [[Bezirk]]e, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von [[Geschwister|Brüdern]], die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel W. Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch [[Geschwister]] in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 [[Ordination|ordinierte]] dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den [[Ältester|Ältesten]] Ujara nach [[Rufung]] durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel [[Jose Kuthottungal]] (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten J. B. Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, [[Roland Seyffer]], zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich [[Suspension|suspendiert]]) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H. G. Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (ApGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel J. B. Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schweren Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek (+ 2015) und den apostolischen Evangelisten K. Wagner (+ 2016) repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten [[Arthur Ebert]] zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht eine enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel [[Alfred Schnabel]] tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet [[Hans-Eduard Winter]] im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, [[Thierry Clement]], zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an katholisch-apostolischen Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies rief in den Gemeinden Widerspruch hervor und führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), Hans Urwyler der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H. G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [[1836]] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [[1932]] brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in Zürich stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL war Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL war eine kleine Gruppierung, spielte nie eine tragende Rolle und muss heute als erloschen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (ApGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzen zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im ApGB sind die Apostel J. B. Bijl (Niederlande, + 2018) und [[Berthold Jost]] (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004, + 2018) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, daneben werden u. a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen ApGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. / Christlich Apostolische Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen (VR 2522) wurde von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat ebenfalls nichts mit der namensgleichen Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden. In der Folge wurde Alfred Schnabel als Vereinsvorsitzender abgelöst und der Sitz des Vereins Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. nach Wiesbaden verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 beschloss die Mitgliederversammlung des Vereins unter dem Vorstandsvorsitzenden Arthur Ebert die Änderung des Namens der Gruppe in &amp;quot;Christlich Apostolische Gemeinde e.V.&amp;quot; [sic]. Unter diesem Namen ist sie nun beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Vereinsregisternummer 6572 registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuen Apostolischen Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe unter der Leitung von Alfred Schnabel, die aus der Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. hervorging, ließ sich am 11.10.2010 unter &amp;quot;[[Neuen Apostolischen Gemeinde]] e.V.&amp;quot; beim Amtsgericht Gießen VR 4402 eintragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
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		<title>Berthold Jost</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jost, Berthold (*27.2.1943, †2.12.2018), war als Priester, später als Evangelist tätig als Vorsteher der NAK-Gemeinde Erda (später Hohenahr-Erda) im Unterbezirk Biebertal, Apostelbezirk Wiesbaden. Diente seit dem 22.1.1984 als Bezirksevangelist. 1987 wurde er von Bezirksapostel Saur des Amtes enthoben wirkte weiterhin an der Seite des Apostels Rockenfelder jun. in der neu gegründeten Apostolischen Gemeinde (A.G. Wiesbaden) und seit 1998 im Apostolischen Gemeindebund (ApGB). Am 19.9.2004 wurde er in Lollar durch den Apostel J.B. Bijl ins Apostelamt ordiniert. Er war in Mittel- und Südhessen tätig, auch in Berlin und Lettland und weiteren Stützpunkten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Jost, Berthold (*27.2.1943, †2.12.2018), war als Priester, später als Evangelist tätig als Vorsteher der NAK-Gemeinde Erda (später Hohenahr-Erda) im Unterbezirk Biebertal, Apostelbezirk Wiesbaden. Diente seit dem 22.1.1984 als Bezirksevangelist. 1987 wurde er von Bezirksapostel Saur des Amtes enthoben wirkte weiterhin an der Seite des Apostels Rockenfelder jun. in der neu gegründeten Apostolischen Gemeinde (A.G. Wiesbaden) und seit 1998 im Apostolischen Gemeindebund (ApGB). Am 19.9.2004 wurde er durch den Apostel J.B. Bijl ins Apostelamt ordiniert. Er war in Mittel- und Südhessen tätig, auch in Berlin und Lettland und weiteren Stützpunkten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Jost, Berthold (*27.2.1943, †2.12.2018), war als Priester, später als Evangelist tätig als Vorsteher der NAK-Gemeinde Erda (später Hohenahr-Erda) im Unterbezirk Biebertal, Apostelbezirk Wiesbaden. Diente seit dem 22.1.1984 als Bezirksevangelist. 1987 wurde er von Bezirksapostel Saur des Amtes enthoben wirkte weiterhin an der Seite des Apostels Rockenfelder jun. in der neu gegründeten Apostolischen Gemeinde (A.G. Wiesbaden) und seit 1998 im Apostolischen Gemeindebund (ApGB). Am 19.9.2004 wurde er durch den Apostel J.B. Bijl ins Apostelamt ordiniert. Er wirkte in Mittel- und Südhessen, auch in Berlin und Lettland und weiteren Stützpunkten.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: Die Seite wurde neu angelegt: „Jost, Berthold (*27.2.1943, †“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jost, Berthold (*27.2.1943, †&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2016-07-09T21:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit [[Hans Urwyler]]) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hatte er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H. G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines [[Gottesdienst]]es in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen [[Gemeinde]]n. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das [[Stammapostel]]amt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, [[Hirte]] mit dem Apostel, [[Evangelist]] mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der [[katholisch-apostolische Gemeinden|Katholisch-Apostolischen]] Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem [[Apostelamt Jesu Christi]], jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden [[Engel (Amt)|Engel]]bezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte [[Willi Wittek]] aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel [[Walter Kirschbaum]]. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen [[Bezirk]]e, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von [[Geschwister|Brüdern]], die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel W. Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch [[Geschwister]] in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 [[Ordination|ordinierte]] dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den [[Ältester|Ältesten]] Ujara nach [[Rufung]] durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel [[Jose Kuthottungal]] (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten J. B. Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, [[Roland Seyffer]], zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich [[Suspension|suspendiert]]) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H. G. Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (ApGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel J. B. Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schweren Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek (+ 2015) und den apostolischen Evangelisten K. Wagner (+ 2016) repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten [[Arthur Ebert]] zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht eine enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel [[Alfred Schnabel]] tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet [[Hans-Eduard Winter]] im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, [[Thierry Clement]], zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an katholisch-apostolischen Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies rief in den Gemeinden Widerspruch hervor und führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), Hans Urwyler der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H. G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [[1836]] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [[1932]] brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in Zürich stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL war Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL war eine kleine Gruppierung, spielte nie eine tragende Rolle und muss heute als erloschen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (ApGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzen zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im ApGB sind die Apostel J. B. Bijl (Niederlande) und [[Berthold Jost]] (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, daneben werden u. a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen ApGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. / Christlich Apostolische Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen (VR 2522) wurde von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat ebenfalls nichts mit der namensgleichen Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden. In der Folge wurde Alfred Schnabel als Vereinsvorsitzender abgelöst und der Sitz des Vereins Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. nach Wiesbaden verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2014 beschloss die Mitgliederversammlung des Vereins unter dem Vorstandsvorsitzenden Arthur Ebert die Änderung des Namens der Gruppe in &amp;quot;Christlich Apostolische Gemeinde e.V.&amp;quot; [sic]. Unter diesem Namen ist sie nun beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Vereinsregisternummer 6572 registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuen Apostolischen Gemeinde e.V. ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe unter der Leitung von Alfred Schnabel, die aus der Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. hervorging, ließ sich am 11.10.2010 unter &amp;quot;[[Neuen Apostolischen Gemeinde]] e.V.&amp;quot; beim Amtsgericht Gießen VR 4402 eintragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12635</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<updated>2011-06-28T20:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Kontakte/Ökumenisches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtzahl der Gottesdienstteilnehmer wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben, diese sind jedoch nur zu einem geringen Teil Mitglieder des APGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der Rufung des [[Stammapostels]] [[Hans Urwyler|Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]], Walter Schmidt und Ernst Streckeisen wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der katholisch-apostolischen Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. Rockenfelder sen., Startz, Ludwig, Buchner u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]], der Verkündigung der Parusie wird jedoch ein wichtiger Platz in der Wortverkündigung eingeräumt. Eine irdisch-weltliche Orientierung wird vermieden. Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund organisiert sein gemeindliches Leben eigenständig, ist aber für Kontakte mit allen apostolischen Kirchenabteilungen offen. Es gibt Kontakte mit der NAK ebenso wie eine gelegentliche Zusammenarbeit mit Apostel Seyffer von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]] mit dem Apostolischen Gemeindebund verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12634</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtzahl der Gottesdienstteilnehmer wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben, diese sind jedoch nur zu einem geringen Teil Mitglieder des APGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der Rufung des [[Stammapostels]] [[Hans Urwyler|Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]], Walter Schmidt und Ernst Streckeisen wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der katholisch-apostolischen Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. Rockenfelder sen., Startz, Ludwig, Buchner u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]], der Verkündigung der Parusie wird jedoch ein wichtiger Platz in der Wortverkündigung eingeräumt. Eine irdisch-weltliche Orientierung wird vermieden. Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund organisiert sein gemeindliches Leben eigenständig, ist aber für Kontakte mit allen apostolischen Kirchenabteilungen offen. Es gibt Kontakte mit der NAK ebenso wie eine gelegentliche Zusammenarbeit mit Apostel Seyffer von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]], mit dem Apostolischen Gemeindebund verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12632</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-28T17:58:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit Urwyler) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies rief in den Gemeinden Widerspruch hervor und führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12631</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12631"/>
		<updated>2011-06-28T17:57:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit Urwyler) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahren wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12630</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12630"/>
		<updated>2011-06-28T17:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit Urwyler) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12629</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12629"/>
		<updated>2011-06-28T13:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Andere Sichtweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit Urwyler) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination erfolgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12628</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12628"/>
		<updated>2011-06-28T13:23:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten Ansichten, die von den Positionen der aktuellen neuapostolischen Kirchenführung (seit Urwyler) abwichen. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Drabel&amp;diff=12627</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Drabel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Drabel&amp;diff=12627"/>
		<updated>2011-06-28T13:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Herzlich Willkommen!--[[Benutzer:Matze|Matze]] 17:45, 27. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
: Von mir auch... --[[Benutzer:Sebastian|Sebastian]] 18:48, 27. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
Hallo Matze, wie kann ich dir antworten auf deine Frage von heute Morgen?&lt;br /&gt;
: Einfach auf die Diskussionsseite schreiben. Mit dem Unterschriftenfeld (zweites von rechts, silisierte Unterschrift, kannst Du Deine Diskussionsbeiträge signieren.--[[Benutzer:Matze|Matze]] 13:27, 28. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
Also ich habe jetzt mal die A.G.Wiesbaden-Seite ein bisschen auf den neuesten Stand gebracht, etliche Ungenauigkeiten beseitigt und versucht, die Entwicklung für den unkundigen Leser etwas verständlicher darzustellen. Kannst mir ja mal deine Einschätzung dazu mitteilen.&lt;br /&gt;
Gruß Jörg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12626</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12626"/>
		<updated>2011-06-28T13:13:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtmitgliederzahl wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der Rufung des [[Stammapostels]] [[Hans Urwyler|Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]], Walter Schmidt und Ernst Streckeisen wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der katholisch-apostolischen Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. Rockenfelder sen., Startz, Ludwig, Buchner u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]], der Verkündigung der Parusie wird jedoch ein wichtiger Platz in der Wortverkündigung eingeräumt. Eine irdisch-weltliche Orientierung wird vermieden. Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund organisiert sein gemeindliches Leben eigenständig, ist aber für Kontakte mit allen apostolischen Kirchenabteilungen offen. Es gibt Kontakte mit der NAK ebenso wie eine gelegentliche Zusammenarbeit mit Apostel Seyffer von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]], mit dem Apostolischen Gemeindebund verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12625</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<updated>2011-06-28T13:09:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Kontakte/Ökumenisches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtmitgliederzahl wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der Rufung des [[Stammapostels]] [[Hans Urwyler|Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]], Walter Schmidt und Ernst Streckeisen wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der katholisch-apostolischen Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. Rockenfelder sen., Startz, Ludwig, Buchner u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]]. Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund organisiert sein gemeindliches Leben eigenständig, ist aber für Kontakte mit allen apostolischen Kirchenabteilungen offen. Es gibt Kontakte mit der NAK ebenso wie eine gelegentliche Zusammenarbeit mit Apostel Seyffer von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]], mit dem Apostolischen Gemeindebund verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<updated>2011-06-28T13:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtmitgliederzahl wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Echtheit der Rufung des [[Stammapostels]] [[Hans Urwyler|Urwyler]] und seiner Nachfolger wird in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]], Walter Schmidt und Ernst Streckeisen wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht. Die Aussagen und Schriften der katholisch-apostolischen Apostel und Amtsträger werden ebenso geschätzt wie die Verkündigung der Naherwartung des Kommens Jesu Christi durch die NAK-Apostel wie z.B. Rockenfelder sen., Startz, Ludwig, Buchner u.a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehrpositionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]]. Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund arbeitet generell nicht mit anderen Konfessionen zusammen. Es scheint eine Zusammenarbeit mit der Vereinigung Apostolischer Gemeinden - Stamm Levi zu geben. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften, wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]], im Apostolischen Gemeindebund aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolischer_Gemeindebund&amp;diff=12623</id>
		<title>Apostolischer Gemeindebund</title>
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		<updated>2011-06-28T12:54:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeindebund e.V&#039;&#039;&#039;. ist eine kleine apostolische Gemeinschaft, die aus der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Schwerpunkt liegt im Raum Gießen und Frankfurt; kleine Stationen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Auch zwei Gemeinden in Lettland werden vom Apostolischen Gemeindebund betreut. Die Gesamtmitgliederzahl wird für Deutschland mit etwa 180 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Apostolischen Gemeindebund wirken die [[Apostel]] Jost (Hessen) und Bijl (Niederlande).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund hat die Struktur des [[vierfaches Amt|vierfachen Amtes]], die von [[Hermann Gottfried Rockenfelder|H.G. Rockenfelder]] wieder eingeführt worden war, mit Abschwächungen fortgeführt. Die Wichtigkeit prophetischer Ämterrufungen (insbesondere höherer Ämter) wird betont, das [[Prophet|prophetische Amt]] selbst ist derzeit jedoch nicht besetzt. Es gibt vereinzelt [[Weissagung]]en, die sorgfältig transkribiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise wird die Echtheit der Rufungen der [[Stammapostel]] [[Walter Schmidt|Schmidt]], [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] und [[Hans Urwyler|Urwyler]] in Zweifel gezogen. [[Johann Gottfried Bischoff|J.G. Bischoff]] wird dagegen besonderer Respekt entgegengebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten entsprechen die Lehr- und moralischen Positionen weitestgehend denen der [[Neuapostolische Kirche|NAK]] in den achtziger Jahren (z.B. Homosexualität, Frauen in der Gemeinde usw.). Grundlage für die Gottesdienste ist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912. Es wird das [[neuapostolisches Gesangbuch|neuapostolische Gesangbuch]] von 1925, die [[neuapostolische Chormappe]] aus den siebziger Jahren sowie die neuapostolische [[Liturgie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte/Ökumenisches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund arbeitet generell nicht mit anderen Konfessionen zusammen. Es scheint eine Zusammenarbeit mit der Vereinigung Apostolischer Gemeinden - Stamm Levi zu geben. Darüber hinaus sind andere kleinste Gemeinschaften, wie Teile der Berliner [[Heinrichs-Gemeinde]], im Apostolischen Gemeindebund aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12622</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12622"/>
		<updated>2011-06-28T12:52:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt, 1999 von Rockenfelder schriftlich suspendiert) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2000 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12621</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12621"/>
		<updated>2011-06-28T12:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Apostolischer Gemeindebund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2001 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen, ordiniert 2004) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12620</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-28T12:50:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt, 1999 wurde für Togo Apostel Delali ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2001 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12619</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12619"/>
		<updated>2011-06-28T12:44:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem war im August 1998 die Trennung von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Bauer (Frankfurt) und Lotz (Wiesbaden) vorausgegangen, die vor allem in der offensichtlichen Zuspitzung der Lehraussagen auf die Person H.G.Rockenfelder eine Abkehr von der ursprünglichen These feststellten, in ihrer Gemeinde dem Wirken des Heiligen Geistes den uneingeschränkten Raum zu geben. Sie gründeten 1999 den &amp;quot;Apostolischen Gemeindebund&amp;quot; (APGB), und zwar zunächst ohne Zuständigkeit eines Apostels, bis sich 2001 Apostel Bijl, Holland, der Gemeinde zuwandte und im gleichen Jahr auch die erste Versieglungsreise nach Riga unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12612</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-28T12:09:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12611</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12611"/>
		<updated>2011-06-28T12:09:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12610</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12610"/>
		<updated>2011-06-28T12:08:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung und Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12609</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-28T12:07:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung und Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12608</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12608"/>
		<updated>2011-06-28T12:06:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12607</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12607"/>
		<updated>2011-06-28T12:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. &lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden Engelbezirke in Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Hamburg, München, Luxemburg und Holland eingerichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Propheten Heubach im Mai 1990 wurde der seitherige apostolische Hirte Wittek aus Recklinghausen als sein Nachfolger berufen. Damit begann eine Phase heftiger Erschütterungen in der Gemeinde, die durch Apostel Rockenfelder jedoch noch einige Jahre eingedämmt werden konnten. Zum einen sah man in ihm den legitimen Erben der von seinem Vater vertretenen Lehre, zum anderen war auf Grund des Fehlens weiterer Apostel und Propheten kein Korrektiv vorhanden, welches etwaige Auswüchse hätte erkennen und offenbar machen können.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren gingen in vielen Bereichen, so in Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Offenbach Brüder und Geschwister auf eigenen Wegen weiter. Dessen ungeachtet expandierte die Apostolische Gemeinde jedoch. Seit 1992 gab es Verbindungen mit Christen aus St. Petersburg/ Russland, und mit dem Besuch des Apostels im Juli 1993 wurde dort eine Gemeinde eingerichtet, die bis 1998 auf 35 Mitglieder anwuchs. Seit 1996 wurden auch Reisen nach Riga/Lettland durchgeführt. Zuständig war Engel Kirschbaum. In beiden Städten sowie auch an einigen Orten in Deutschland entstanden Kontakte mit Nachkommen ehemals katholisch-apostolischer Familien, welche sich der Gemeinde anschlossen. Auch in Berlin, Braunschweig, Erfurt und Wien wurden Gottesdienste gehalten, ebenso zeitweise in England, Polen, Frankreich und Spanien.&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anteil am Wachstum der Apostolischen Gemeinde hatten außerdem die außereuropäischen Bezirke, zu denen Verbindungen noch aus der Zeit von Bezirksapostel Rockenfelder sen. bestanden. In den damals betreuten Missionsgebieten gab es eine Reihe von Brüdern, die bei dem Apostel Rockenfelder jun. blieben. Diese dem Engel Lotz anvertrauten Gemeinden befanden sich in Griechenland, Zypern, Libanon, Israel und Ägypten. Später wurden auch Geschwister in den USA und Kanada bedient, und Bezirksevangelisten wurden für St. Petersburg, Israel und die USA eingesetzt. &lt;br /&gt;
Ein besonderer Kontakt bestand mit Westafrika, vor allem mit den Staaten Nigeria und Ghana. Hier hatte der ehemalige Apostelbezirk Wiesbaden große Gemeinden aufgebaut, und der vormalige NAK-Bezirksälteste Ujara (Lagos) unterstellte sich mit seinem ganzen Bezirk von etwa 30 Gemeinden dem Apostel Rockenfelder. Im Jahre September 1991 ordinierte dieser anlässlich einer Reise nach Nigeria den Ältesten Ujara nach Rufung durch Prophet Wittek zum Apostel und benannte den ihm unterstellten Bezirk als „Stamm Ruben“.&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden speziell für Afrika eine Reihe von Aposteln berufen. Im Juni 1992 war dies der seitherige Priester Malis, der in Khartoum/Sudan tätig ist. Später wurden Apostel Ujara weitere Mitapostel zur Seite gegeben, so im November 1995 die Apostel Utele (Lagos) und Madu (Amumura). Während einer Reise im Oktober 1998 in den Kongo wurde der dort vormals in der NAK tätige Bezirksevangelist Kabongo zum Apostel ordiniert. Ebenfalls in 1998 schloss sich der ehemalige NAK-Apostel José Kutthotungal (Indien), der mittlerweile Gemeinden in Kenia betreute, der Apostolischen Gemeinschaft an. Im Juni 1998 setzte Apostel Ujara den Evangelisten Adumuah (Accra/Ghana) ins Apostelamt.&lt;br /&gt;
Im näheren Umfeld erfolgte im Juli 1995 die Rufung des Ältesten Bijl, Holland, und im November 1995 die des Ältesten Olinger, Luxemburg, zu Aposteln. Sie dienten gemeinsam mit Apostel Rockenfelder in seinem Stammesbereich. Ihre Kirchenorganisationen waren die „Stichting Apostolische Gemeente in Nederland“ und die „Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg“. Für beide fungierte jedoch der von Apostel Rockenfelder geleitete Beirat der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden als Kontrollorgan. Schließlich erfolgte im Oktober 1998 die Ordination des Engels von Wiesbaden, Seyffer, zum Apostel.&lt;br /&gt;
In der bei Apostel Rockenfelder verbliebenen Gemeinde kam es im Laufe des Jahres 2001 zu einem weiteren Zerwürfnis. Zunächst wurden Differenzen zwischen dem Apostel und Prophet Wittek erkennbar. So ordinierte der Apostel in der Gemeinde Wiesbaden Amtsträger ohne Zustimmung des Propheten, worauf hin dieser den Ordinationen widersprach. Weiterhin distanzierte sich Apostel Seyffer im September 2001 in einem offenen Brief von Apostel Rockenfelder und führte als Gründe dafür u.a. die stark egozentrische Amtsführung des Apostels an, wie auch das Vorhaben, mit seinen Mitaposteln die ganze Welt in Stämme aufzuteilen und dort tätig zu werden. Der plötzliche Tod des Apostels Rockenfelder im Dezember 2001 auf Grund einer schwerer Erkrankung, über deren Ernst die Gemeinde stets im Unklaren gelassen worden war, verursachte das endgültige Auseinanderbrechen der Apostolischen Gemeinde. Apostel Seyffer, der als Vorstandsmitglied fungierte, übernahm in dieser Funktion die Leitung der Apostolischen Gemeinde, wurde aber von den Amtsträgern und Geschwistern, die auf der Seite des Apostels Rockenfelder gestanden hatten, nicht anerkannt. &lt;br /&gt;
So trennte sich diese Gruppe, die sich im Wesentlichen auf die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Gießen stützt, von der Apostolischen Gemeinde und formierte eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.“ Ihr steht weiterhin die Apostolische Gemeinde gegenüber, die durch den Apostel Seyffer, den Propheten Wittek und den apostolischen Evangelisten Wagner repräsentiert wird.&lt;br /&gt;
Auch an den Bezirken in Afrika gingen die Veränderungen nicht spurlos vorüber. Hier hatte Apostel Rockenfelder noch in 1999 den früheren NAK-Amtsträger Delali aus Togo ins Apostelamt berufen. Im gleichen Jahr enthob Apostel Ujara seinen Mitapostel Madu des Amtes. Nach der Trennung in Deutschland verblieb Apostel Adumuah im Kontakt mit der dortigen Apostolischen Gemeinde, während Apostel Ujara die Gruppe des Apostels Rockenfelder unterstütze. So ordinierte er im Januar 2002 in Gießen, dem letzten Willen des verstorbenen Apostels folgend, den seitherigen apostolischen Hirten Ebert zum Apostel der Gemeinde. Diese hat sich seitdem neu formiert und mit dem Propheten Gran, Wiesbaden, das Prophetenamt wieder besetzt. Mit den Aposteln Ujara und Delali besteht ein enge und regelmäßige Verbindung. Für Nigeria wurde außerdem der Apostel Uwagbokwu eingesetzt. Seit Ende 2005 ist im Bereich Gießen der Apostel Schnabel tätig. Im Tätigkeitsbereich der Apostolischen Gemeinde ist der Apostel Nwanne in Nigeria ordiniert worden.&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Apostels Olinger berief der Prophet Winter im Jahr 2001 den seitherigen Priester der Gemeinde Luxemburg, Clement, zum Apostel der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden im Groß-herzog¬tum Luxemburg. Die Gruppe steht jedoch nicht in Verbindung mit einer den übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Diskussion:Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12602</id>
		<title>Diskussion:Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Diskussion:Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12602"/>
		<updated>2011-06-28T11:45:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo! Warum wurde der Satz &amp;quot;Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm usw&amp;quot; gestrichen? Das ist m.E. ein einschneidender Schritt gewesen, welche weitere kirchenrechtliche Konsequenzen nach sich zog und worauf es dann auch vollständig eskalierte.--[[Benutzer:Matze|Matze]] 11:19, 28. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Matze, der gestrichene Text lautete wie folgt:&lt;br /&gt;
hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben... Als er  in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm,  wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe den 2. Absatz gestrichen, weil er nicht stimmt. Apostel Rockenfelder hat &amp;quot;in der nachfolgenden Zeit&amp;quot; keineswegs &amp;quot;gelegentlich Gottesdienste&amp;quot; gehalten und auch keine &amp;quot;kirchenrechtlich...nicht mehr statthafte Hasndlungen vorgenommen.&amp;quot; Er hat geschwiegen bis zu dem erwähnten Gottesdienst im November in Biebertal. Dem ging eine Versammlung in Asperg am 26.10.89 voraus, in der der Apostel und sein Prophet Heubach, die Amtsträger, die bereit waren, den neuen Weg mitzugehen, zum Dienst in der neu zu gründenden A.G. vorbereitete.&lt;br /&gt;
Vorher fanden lediglich die berühmten &amp;quot;Sofagespräche&amp;quot; in seinem Haus statt, die ihm Ap. Saur in einem Brief vom 22.7.88 vorgeworfen hat. &lt;br /&gt;
Ich kann die Richtigkeit dieser Aussagen deshalb bestätigen, weil ich in dieser Ziet dabei war und häufig bei ihm &amp;quot;auf dem Sofa gesessen&amp;quot; habe. Diese Gespräche waren allerdings keine &amp;quot;kirchenrechtlich nicht statthafte Handlungen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Gruß Jörg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Drabel&amp;diff=12597</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Drabel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Drabel&amp;diff=12597"/>
		<updated>2011-06-28T11:25:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Herzlich Willkommen!--[[Benutzer:Matze|Matze]] 17:45, 27. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
: Von mir auch... --[[Benutzer:Sebastian|Sebastian]] 18:48, 27. Jun. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
Hallo Matze, wie kann ich dir antworten auf deine Frage von heute Morgen?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12593</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12593"/>
		<updated>2011-06-28T08:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Andere Sichtweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm Willi Wittek (Recklinghausen). Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. &lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12592</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12592"/>
		<updated>2011-06-28T08:24:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Andere Sichtweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm Willi Wittek (Recklinghausen). Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein.&lt;br /&gt;
Die intensive Beschäftigung mit den katholisch-apostolischen Schriften (z.B. dem Vergleich des „Testimoniums“ in seiner Grundgestalt [1836] und der durch Stammapostel Bischoff herausgegebenen veränderten Fassung [1932]) brachte den Wunsch nach Einrichtung des Gottesdienstes im Sinne der englischen Apostel hervor. Dies äußerte sich vor allem in der Wiederbesetzung des vierfachen Amtes im Stamm in Person des Apostels, des Propheten, des apostolischen Hirten und des apostolischen Evangelisten, welche insgesamt zur geistigen Führung und Pflege des Stammes berufen wurden. Alle Rufungen nahm der Prophet vor, die Ordination er-folgte dann durch den Apostel. Außer diesen Ämtern wurden der Engel der Gemeinde (entsprechend dem Bischofsamt), die Bezirksevangelisten, Ältesten, Hirten, Evangelisten und Priester zum Dienst auf der Gemeindeebene bestellt. Der Dienst der Diakone und Diakonissen vervollständigte die Ämterliste.&lt;br /&gt;
Weiterhin suchte man die Verbindung mit anderen apostolischen Kirchenabteilungen. Es wurden Kontakte geknüpft zur Apostolischen Gemeinschaft, dem Apostelamt Jesu Christi, der Hersteld Apostolische Zendingkerk und anderen. In Einzelfällen kam es sogar zu wechselseitigen Besuchen der zuständigen Apostel und zu gemeinsamen Gottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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	<entry>
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		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-28T08:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm Willi Wittek (Recklinghausen). Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde. Die VAGL spielt heute nur noch eine unbedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12590</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12590"/>
		<updated>2011-06-28T08:19:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm Willi Wittek (Recklinghausen). Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des Engels (Bischof) wurde eingeführt, auf Gemeindeebene gab es das Ältestenamt. Die übrigen Ämter entsprechen denen der NAK. Zeitweise wurden auch Diakonissen ordiniert. Das [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen, bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. Das Stammapostelamt wurde als ungöttlich abgelehnt; alle Apostel sollten gleichberechtigt auf einer Stufe stehen. Allerdings beanspruchte Rockenfelder später eine Vorrangstellung. In der Lehre wurden die Aussagen des Bezirksapostels G. Rockenfelder sen. uneingeschränkt vertreten, wobei der Kernsatz: &amp;quot;Jesus Christus ist der Mittelpunkt seines Erlösungswerkes&amp;quot; lange Zeit richtungsweisend war. Erst in seinen letzten Lebensjahres wich Rockenfelder jun. davon ab. Dies führte zu erneuten Differenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schillernde Rolle spielte dabei der Prophet Wittek, dessen Lehraussagen sich beträchtlich von denen des Bezirksapostels unterschieden, vor allem bezüglich der Zukunftserwartungen. Dies führte letztendlich zu einer Entzweiung mit Rockenfelder jun. und nach dessen Tod zu einer Spaltung in A.G. und die &amp;quot;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12589</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12589"/>
		<updated>2011-06-28T08:04:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Gottesdienstes in Biebertal im November 1989 wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart/Karlsruhe und an einigen Orten in Norddeutschland, Luxemburg und Holland fanden Gottesdienste statt.&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er gab an, seine prophetischen Dienste seien vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]], der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf und dem Apostelamt Jesu Christi, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm Willi Wittek (Recklinghausen). Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12588</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12588"/>
		<updated>2011-06-28T07:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun. Im Jahr 2010 gab es wiederum eine Trennung zwischen den von Schnabel betreuten Gießener und den von Ebert betreuten Wiesbadener Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12587</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12587"/>
		<updated>2011-06-28T07:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Apostolischer Gemeindebund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. &lt;br /&gt;
Anlass für die Gründung waren Differenzern zwischen Apostel Rockenfelder und dem damaligen Engel Kirschbaum in 1998. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden u.a. Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und Östrich sowie weitere Stützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12586</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-27T17:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Apostolischer Gemeindebund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen APGB und A.G. bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12585</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12585"/>
		<updated>2011-06-27T17:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement (Luxemburg), der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12584</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12584"/>
		<updated>2011-06-27T17:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. 1998 und 1999 trennte sich Rockenfelder von den Engeln Kirschbaum (Gießen), Lotz (Wiesbaden) und Bauer (Frankfurt). Apostel Bijl übernahm die Zuständigkeit für den 1999 neu gegründeten Apostolischen Gemeindebund. Apostel Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden und behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement, der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12583</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12583"/>
		<updated>2011-06-27T17:11:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Rockenfelders brachen weitere Konflikte aus. So beanspruchte Apostel Seyffer, der mit dem Propheten Wittek zusammen arbeitete, die Führung der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden unjd behielt diese Bezeichnung bei, während Apostel Ebert gemeinsam mit Apostel Ujara auf Grund von Differenzen mit Wittek die Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V. gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement, der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12582</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12582"/>
		<updated>2011-06-27T17:05:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden, welches sich an die Amtsstruktur der Katholisch-Apostolischen Gemeinden anlehnte.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder ordinierte in den Jahren 1994-1998 eine Reihe weiterer Apostel, so für Nigeria Matthew Ujara, für den Sudan Michael Malis, für Holland Jakob Barend Bijl, für Luxemburg Laurent Olinger und für Deutschland Roland Seyffer. Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel Artur Ebert aus Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement, der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12581</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-27T17:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel [[Roland Seyfer]] aus Walluf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement, der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinde_Wiesbaden&amp;diff=12580</id>
		<title>Apostolische Gemeinde Wiesbaden</title>
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		<updated>2011-06-27T16:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Drabel: /* Apostolischer Gemeindebund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Apostolische Gemeinde e.V. Wiesbaden&#039;&#039;&#039; (AG Wiesbaden) entstand [[1988]]/[[1989|89]] als Abspaltung von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] (NAK) unter Führung von [[Apostel]] Hermann Gottfried Rockenfelder, unter anderem wegen abweichender Lehrauffassungen über das [[Prophet|Prophetenamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
[[Hermann Gottfried Rockenfelder]] (1932–2001), Sohn des Bezirksapostels [[Gottfried Rockenfelder]], war von 1976 bis 1985 [[Apostel]] in der Neuapostolischen Kirche. Rockenfelder jr. hatte in etlichen Punkten von der neuapostolischen Glaubenslehre abweichende Ansichten. Nachdem sein Vater sein [[Amt]] als [[Bezirksapostel]] nicht mehr ausübte, d.h. 1984 in den kirchlichen [[Ruhestand]] verabschiedet wurde, brach zwischen ihm und Bezirksapostel [[Klaus Saur]], dem Amtsnachfolger seines Vaters als Bezirksapostel für Hessen ein Konflikt aus. Nachdem Rockenfelder jr. mehrfach von der neuapostolischen Kirchenleitung vermahnt wurde, hat er im Januar 1985 sein Amt zurückgegeben. Außerdem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten im Verwaltungsbereich des Apostels Rockenfelder jr. gekommen sein, bei denen Spendengelder der Kirchenmitglieder durch H.G. Rockenfelder veruntreut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in der nachfolgenden Zeit weiterhin gelegentlich Gottesdienste hielt und andere kirchenrechtlich auf Grund seiner Suspension nicht mehr statthafte Handlungen vornahm, wurde Rockenfelder nach weiteren Vermahnunungen am 29. Dezember 1989 aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Kurz darauf gründete er die Apostolische Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. Wiesbaden. Ihm folgten etwa 140 neuapostolische Amtsträger und etwa 2.000 Anhänger aus rund 40 hessischen Gemeinden. Schwerpunkte der Trennung lagen vor allem im Raum Wiesbaden, Gießen und dem mittelhessischen Biebertal. Aber auch im Raum Stuttgart sammelte Rockenfelder vereinzelt Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Walter Heubach]] (1918–1990) wurde Rockenfelder die zentrale Figur in der Apostolischen Gemeinde. Heubach war in den vorangegangenen Jahren als „[[Prophet]]“ aufgetreten. Er behauptete seine „Offenbarungen“ und prophetischen Dienste wären vom Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder sowie von den Stammaposteln [[Walter Schmidt|Schmidt]] und [[Ernst Streckeisen|Streckeisen]] vielfach in Anspruch genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Änderung zur Neuapostolischen Kirche wurde das Stammapostelamt in der Apostolischen Gemeinde e.&amp;amp;thinsp;V. abgeschafft. Fortan sollte der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] an der Spitze der Kirche stehen. Die Apostolische Gemeinde sollte von einem Kollegium des [[vierfaches Amt|Vierfachen Amtes]] (Apostel, Prophet mit dem Apostel, Hirte mit dem Apostel, Evangelist mit dem Apostel) geleitet werden.&lt;br /&gt;
Rockenfelder suchte Kontakte zu anderen apostolischen Gemeinden, u.&amp;amp;thinsp;a. gab es Kontakte zur [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] in Düsseldorf, jedoch kam es zu keiner weiteren Zusammenarbeit oder gar zu einem Zusammenschluss. Nach dem Tod des Propheten Heubach 1990 folgte ihm W. Wittek. Rockenfelder jr. verstarb am 19. Dezember 2001. Sein Nachfolger wurde Apostel [[Roland Seyfer]] aus Walluf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveränderungen zur Neuapostolischen Kirche==&lt;br /&gt;
Wie bereits angeführt wurde das als neuapostolisch und unbiblisch gebrandmarkte Stammapostelamt abgeschafft. Ferner versuchte sich die Apostolische Gemeinde an [[katholisch-apostolische Gemeinden|katholisch-apostolischen]] Lehren zu orientieren. Bei einem Versuch dürfte es geblieben sein, da die Veränderungen inhaltlich wenig mit der Lehre der KAG zu tun haben. Das so genannte [[Vierfaches Amt|Vierfache Amt]] wurde wieder aufgerichtet. Allerdings verschob sich schon nahezu von Anfang an das Gewicht sehr stark auf das Prophetenamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das katholisch-apostolische Amt des „Engels“ (Gemeindebischof) wurde eingeführt. Das sog. [[Entschlafenenwesen]] wird stark betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NAK besitzt derzeit keinen eigenen [[Katechismus]]. Die Lehre hat sich seit der Abspaltung der &amp;quot;Apostolischen Gemeinden&amp;quot; verändert. Um einigermaßen eine Einordnung zu ermöglichen bezieht sich die Darstellung auf den Zeitpunkt der Abspaltung von der NAK. Die &amp;quot;Liturgie&amp;quot; hat sich wenig verändert. Anzunehmen, dass die Abspaltung aufgrund auseinanderlaufender Lehrauffassungen geschehen wäre, ist wahrscheinlich nicht zutreffend. Auch sind die Veränderungen kaum schlüssig theologisch zu erklären. Die nachfolgenden Veränderungspunkte stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Lehre dar, dürften aber einem NAK-Kenner einen ersten Eindruck vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der Apostolischen Gemeinde hat sich die Neuapostolische Kirche im Laufe ihrer Entwicklung „verweltlicht“ und kam ihrem Auftrag, die nahe bevorstehende [[Parusie]] Christi zu verkündigen nicht mehr nach. So sieht man in ihr, das Bild aus der [http://de.wikipedia.org/wiki/Offenbarung_des_Johannes Offenbarung des Johannes] benutzend, die [[Sonnenfrau]], sich selbst als das zu entrückende „Knäblein“. So nannte man die eigene Gemeinschaft auch anfänglich „Knäblein-Gemeinde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde ein Lehrbuch &#039;&#039;Unterweisungen in der Jesu- und Apostel-Lehre&#039;&#039; im Fragen und Antworten-Stil  heraus gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sichtweise ==&lt;br /&gt;
Mit Wirkung vom 15. Januar 1985 entsprach der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche (NAK), [[Hans Urwyler]] der Bitte des NAK Apostels H.G. Rockenfelder, ihn von seinem Amt zu entbinden. So lautet eine offizielle Darstellung der Neuapostolischen Kirche. Gründe werden nicht genannt; vermutlich liegen diese im atmosphärischen Bereich. Damit dürfte die Gründung der Apostolischen Gemeinde e.V. Wiesbaden nicht als Abspaltung von der NAK verstanden werden, sondern als Neugründung unter Verwendung der NAK Lehren mit geringfügigen Abwandlungen. Was nun tatsächlich der Grund für die Gründung der AG Wiesbaden war, ist noch nicht hinreichend dokumentiert. Die weiter unten beschriebene Entstehung geht zunächst von abweichenden Ansichten über die Lehre aus und leitet dann über auf einen Konflikt zwischen H.G. Rockenfelder mit dem neuen Bezirksapostel Saur. H.G. Rockenfelder scheint von seinem Dienst zeitweise suspendiert worden zu sein, woran er sich nicht gebunden fühlte. Den Grund im Bereich von unüberwindbaren Streitigkeiten in der Lehre zu suchen, scheint konstruiert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trennungen von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden ==&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi ===&lt;br /&gt;
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinden – Stamm Levi (VAGL) löste sich in den neunziger Jahren von der AG Wiesbaden. Diese hat trotz ähnlichem Namen keine Verbindung zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] (VAG). Die VAGL nahm am zweiten Treffen apostolischer Gemeinschaften, welche auf Initiative des neuapostolischen Stammapostels [[Richard Fehr]] vom 16. bis 18. Mai 2001 in [[Zürich]] stattfand, teil. Dort wurde sie durch Hans-Eduard Winter, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter selbst war früher Mitglied der Neuapostolischen Kirche, hatte sich auch zwischenzeitlich der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft e.&amp;amp;thinsp;V.]] Düsseldorf angeschlossen, war danach Mitglied des deutschen Flügels der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II|Hersteld Apostolische Zendingkerk]] bevor er sich H.&amp;amp;thinsp;G.&amp;amp;thinsp;Rockenfelders &#039;&#039;Apostolischer Gemeinde&#039;&#039; anschloss, zuletzt wurde er Mitglied der sich davon trennenden VAGL. Apostel der VAGL ist Thierry Clement, der 2002 Nachfolger von Apostel Olinger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Apostolischer Gemeindebund]] ===&lt;br /&gt;
Der Apostolische Gemeindebund e.&amp;amp;thinsp;V. (APGB) ist eine weitere Trennung von der Apostolischen Gemeinde Wiesbaden e.&amp;amp;thinsp;V. Im APGB sind die Apostel Bijl (Niederlande) und Jost (Deutschland/Hessen) tätig. Im nördlichen Bereich bestehen die Gemeinden Buseck, Lollar und Krumbach, danaben werden Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Gleichamberg gehalten. Zum südlichen Bereich gehören die Gemeinden Frankfurt, Urberach, Ortenberg und östrich sowie weitere Strützpunkte. Außerdem finden regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Orten in Lettland statt.&lt;br /&gt;
Zwischen AGB und VAGL bestehen Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.V.===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rockenfelder jr. gab es eine weitere Trennung. Diese Gemeinschaft mit dem Namen &#039;&#039;Vereinigung Apostolischer Gemeinden e.&amp;amp;thinsp;V.&#039;&#039; mit Sitz in Gießen wird von Apostel Arthur Ebert aus Wiesbaden und Apostel Alfred Schnabel, Buseck bei Gießen, geleitet. Diese Gemeinschaft hat nichts mit der namensgleichen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?&#039;&#039;; R.A.T. 8, Neukirchen-Vluyn 1996.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schröder: &#039;&#039;Unter Männern: Brüder, Kumpel, Kameraden&#039;&#039;; (Rowohlt–Verlag), 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Drabel</name></author>
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