Markus Brandt
Markus Brandt (* 1975 in Berlin-Reinickendorf) ist ein deutscher römisch-katholischer Priester, der seit Juli 2025 als Pfarrverweser die Pastoralen Einheit Oberberg Süd leitet.
Bezug zur Neuapostolischen Kirche
Brandt, getauft und versiegelt in der Neuapostolischen Kirche (NAK), konvertierte 2011 zum Katholizismus. Seine Eltern reagierten gelassen auf seine Konversion und Entscheidung, ins Priesterseminar einzutreten, im Gegensatz zu seinem weiteren Umfeld. [1] In einem Interview betont er, dass er seine neuapostolische Vergangenheit nicht ablehnt, sondern als Teil seines Weges betrachtet, der ihn schließlich zur Priesterweihe in der Katholischen Kirche führte.
Beruflicher Werdegang
Vor seiner geistlichen Laufbahn schlug Brandt zwei andere Karrierewege ein: Zunächst war er sechs Jahre lang Offizier in der Nachschubtruppe der Bundeswehr und studierte in dieser Zeit Wirtschaftswissenschaften in München. [2] 2001 kehrte er nach Berlin zurück, absolvierte ein Studium der Rechtspflege und arbeitete anschließend über zehn Jahre als Rechtspfleger an Berliner Gerichten, unter anderem als Abteilungsleiter am Amtsgericht Pankow/Weißensee und am Kammergericht.
Theologie und Priestertum
Im Jahr 2016 begann er ein Theologiestudium im Studienhaus St. Lambert. 2020 wechselte er als Priesterkandidat zum Erzbistum Köln. Nach Stationen in Bonn und Hennef empfing er 2023 die Priesterweihe. [3] Sein Primizspruch „Gott ist Liebe“ (1 Joh 4,16.19) verdeutlicht sein Verständnis des Glaubens als eine Haltung der göttlichen Annahme.
Priesterweihe durch Kardinal Woelki
Am 16. Juni 2023 weihte Kardinal Woelki im Kölner Dom sechs Männer, darunter Markus Brandt, zu Priestern des Erzbistums Köln. In seiner Predigt betonte der Erzbischof, dass das Priestertum eine göttliche Berufung und ein Dienst an den Menschen sei, bei dem die Geweihten als Verwalter der Gnade Gottes agieren. [4]
Aktuelles Wirken
Seit September 2023 wirkt Brandt im Oberbergischen Kreis. Zum 1. Juli 2025 übernahm er die Leitung der neun Pfarreien der Pastoralen Einheit Oberberg Süd, die im Januar 2026 zur neuen Pfarrei St. Michael und St. Gertrud fusionierten. [5]
